Heute war ein richtig schöner Tag! Für Tida leider nicht. Jetzt wo ich wieder gesund bin, macht ihr Magen faxen….also nichts essen und den ganzen Tag schlafen. Also hieß es heute mal für mich alleine los ziehen. Als ich im Zug saß habe ich einfach nur aus dem Fenster gesehen und gelächelt. Das Meer hat in der Sonne so wunderschön geglitzert, man musste einfach hinsehen. Und in meinem Kopf war für kurze Zeit wieder dieser eine Satz: „Ja man, du bist in Lissabon“ 🙂
Aus dem Zug ausgestiegen stand plötzlich Hugo vor mir. Er war auch mit der Bahn gefahren und gemeinsam sind wir zu Batoto Yetu gelaufen. Dann habe ich mich erst einmal gemütlich mit Susana, Martha und Hugo unterhalten. Ob es mir wieder besser geht, ob alles in Ordnung ist, ob unsere Handykarte endlich funktioniert, wie unser Wochenende war, …..
„Ja man, du bist in Lissabon“
Danach bin ich mit Carlos und Carlos (Ja Miguel heißt gar nicht Miguel, sonder Carlos :-)) Flyer für den Trommelworkshop, der am 10./11./12. Oktober stattfindet, verteilen gegangen. Mit Bruno habe ich kurz ein bisschen Ping Pong gespielt, über Jessicas französisch Hausaufgaben gelesen, die gelieferten Lebensmittel einsortiert und Carlos hat mir Gi (kp wie man seinen Namen schreibt) vorgestellt. Gi ist 17 Jahre, super nett und zusammen haben wir dann ne Weile Basketball gespielt.
Aber gegen Facebook kommt nun mal auch ein läppisches German-Game nicht an
Dann habe ich mich mal an unser Spiel gemacht. Jeden Montag und Freitag haben Tida und ich freie Zeit um mit den Kindern etwas zu unternehmen. Ein Spiel spielen, Malen, Tanzen, was wir wollen und zu was auch immer wir Lust haben. Es sollte nur möglichst etwas sein bei dem alle mitmachen können und am Besten auch etwas womit wir auch die Jungs begeistern können (das ist nämlich nicht so einfach, hatte Hugo gemeint). Für unseren ersten Tag hatten Tida und ich uns Brennball überlegt. Das Wetter ist diese Woche richtig gut und ich wollte unbedingt etwas draußen machen. So, ich also Carlos die Regeln erklärt, bis er es verstanden hatte, dann haben wir uns einen Ball, Sachen zum Markieren der „Save-Points“ und eine Kiste für den Ball gesucht, alles aufgebaut und dann kam der schwierigste Teil. Möglichst viele Kinder zum Mitspielen animieren. Mein Ziel war es eigentlich auch die älteren (Vera, Eric, Jessica) mit einzubeziehen, da Brennball ja so ein Spiel ist, das wir sogar noch in der Oberstufe just for fun gespielt haben. Aber gegen Facebook kommt nun mal auch ein läppisches German-Game nicht an. Naja, nicht schlimm, wir waren trotzdem genug. Hugo hat auch mitgespielt und Carlos hat auf Portugiesisch für alle noch einmal die Regeln erklärt. Und dann haben wir locker über eine Stunde gespielt. Ich glaube, wenn es den Kindern keinen Spaß gemacht hätte, hätten wir niemals so lange gespielt und als wir meinten, dass wir jetzt aufhören, haben sie sogar kurz gemeckert.
Natürlich war das nicht so wie bei uns, okay wir haben 2 Mannschaften a 8 Leute und die ziehen das jetzt mal, jeweils 15 Minuten – 15 Minuten durch. Ne, da kommt dann mal ein Kind dazu ein anderes hat keine Lust mehr oder muss nach Hause und immer wenn uns danach war haben wir die Seiten getauscht. Am Ende gab es auch keinen Gewinner oder Verlierer, aber zum Kennenlernen des Spiels und für mein Ziel, dass sich alle an der frischen Luft bewegen und etwas gemeinsam machen war es super. So bin ich auch erst gegen halb 8 Uhr zur Bahn gelaufen, weil ich vor lauter Rennen und Werfen völlig die Zeit vergessen hatte.
Auf meinem nachhause Weg habe ich richtig die Stille nach dem Trubel genossen und war einfach mega happy, dass das alles so gut geklappt hat. Mit einem dicken zufriedenheits Lächen bin ich in die Bahn ein- und auch wieder ausgestiegen und ich freue mich jetzt schon richtig auf den morgigen Tag 🙂