Nur nasse Klamotten

Am Montag war Katja da. Eine Kollegin von meiner Betreuerin (die heißt auch Katja) bei CHANCE Berlin (meine Endsendeorganisation). Sie ist in Lissabon um UrlDSC_0855[1]aub zu machen und da hat es sich natürlich angeboten, dass wir uns treffen und ich ihr meinen Arbeitsplatz zeige. Gemeinsam sind wir nach Casiax gefahren, Tida und ich habe ihr Batoto Yetu gezeigt, wir haben mit DSC_0856[1]Susana gequatscht und dann ist sie wieder gefahren. Wir haben uns dann für unser On-arrival-training angemeldet, das wir vom 11. bis 16. November in Braga haben werden. Aus unserer Wasserschlacht wurde leider nDSC_0858[1]ichts, da fast alle Kinder bei den Proben für den großen Auftritt nächste Woche im CCB waren. So habe ich die Zeit       genutzt, um Portugiesisch zu lernen und habe mit Carlos Sätze geübt, die ich wissen wollte.

Am Dienstag habe wir vor der Arbeit die Kirche des Hieronymusklosters besichtigt. Ich hatte mir vorgenommen mehr Kultur zu machen, beziehungsweise, habe ich bis jetzt viel zu wenig von Lissabon gesehen!!!

Da sitzen ein paar Männer um einen Tisch, essen Melone und auf einem simplen, aber großen Grill vor dem kleinen, einfachen Restaurant, brutzelt das Fleisch. Aus den Fenstern kommt portugiesische Musik, hier hängt jemand Wäsche auf…

Und so war am Mittwoch dann mega Touritag angesagt. Das was ich eigentlich sehen wollte, die Igreja da Graca (Kirche), den Miradouro da Graca (Aussichtspunkt/Park) und den Miradouro senhora do monte (der höchste Aussichtspunkt der Stadt), habe ich nicht gesehen, aber daran habe ich mich ja mittlerweile in Lissabon gewöhnt. Da ich eine Orientierung, wie eine Bockwurst habe, grundsätzlich in die falsche Richtung, oder im Kreis laufe, bin ich am Mittwoch so verdammt viel gelaufen und so langsam fange ich auch an, die Innenstadt und wo was ist, zu verstehen. Ich habe einen Teil der Fado Route gemacht (Bilder und kurze Texte zu berühmten Fado Künstlern an Hauswänden) und bin zum Castelo de Sao Jorge gelaufen. Auf dem Weg dorthin (und ich betone nochmal, dass ich eigentliDSC_0864[1]ch auf dem Weg zur oben genannten Kirche war) bin ich auf einmal im richtigen Lissabon gelandet! Kleine, enge Gassen, dazwischen kleine Plätze mit Bänken. Da sitzen ein paar Männer um einen Tisch, essen Melone und auf einem simplen, aber großen Grill vor dem kleinen, einfachen Restaurant, brutzelt das Fleisch. Aus den Fenstern kommt portugiesische Musik, hier hängt jemand Wäsche auf, dort stehen 2 Männer auf der Straße, der eine fängt aus Spaß an zu singen… 🙂

Auf der anderen Seite der Burg wieder hinunter, stand ich plötzlich auf einer tollen Aussichtsterrasse, natürlich mit all den anderen Touristen. Mit genau diesen, bin ich dann auch mit der Electrico 28 bis zum Baixa-Chiado gefahren und von dort aus mit der Metro zum Praca de espanha. Hier in der Nähe sollte das Ticketbüro sein, in welchem ich ein Ticket für Ben Klock, der am Donnerstag im Lux auflegen sollte, ergattern wollte. Auf dem Weg bin ich durch einen super schönen, futuristisch angelegteren Park gelaufen. Umherirrend habe ich das Büro leider nicht gefunden und mit großer BeeilungDSC_0870[1] habe ich mich dann unverrichteter Dinge zum portugiesisch Unterricht aufgemacht.

Dort angekommen, haben Tida und ich uns erst einmal von unserem jeweiligen Tag berichtet und wir hatten einfach privat Unterricht. Die anderen von Spin waren auf ihrem On-arrival-training und die beiden Spanierinnen, hatten einfach abgesagt. Die 3 Stunden Unterricht waren richtig gut! Wir haben einfach alles gemacht, was wir wissen wollten. Alltagssituationen durchgesprochen, Fragen beantwortet, usw….

Auf einmal war auch Rodrigo da, setzt sich neben mich auf die Mauer, hakt sich bei mir ein und versucht mit mir Englisch zu sprechen…

Am Donnerstag in Pombal waren richtig viele Kinder da. Tida und ich haben angefangen mit ihnen Englisch zu üben. Wieder die klassischen Vorstellungssätze mit den jeweiligen Fragen. Das ganze haben wir nach einer Runde drinnen auch wieder draußen mit Ball gespielt. Danach haben wir ganz spontan einen Wettkampf gestartet. 2 Mannschaften, immer 2 kinder müssen über den Platz bis zu mir rennen, ich stelle eine Frage (natürlich auf Englisch) und sie müssen sie richtig beantworten und zurück rennen. Das Spiel hat den Kindern super viel Spaß gemacht und sie mussten so die ganze Zeit die vorher geübten Sätze wiederholen. Achja, spontan Einfälle sind meist die besten! Dann haben wir so noch ein bisschen gespielt, noch ein anderes Spiel, oder die Kids sind einfach ein bisschen rumgerannt und haben sich ausgetobt. Auf einmal war auch Rodrigo da, setzt sich neben mich auf die Mauer, hakt sich bei mir ein und versucht mit mir Englisch zu sprechen und die Sätze vom letzten Mal zu wiederholen. Ja, ich glaube ich habe ne richtige Connection zu dem Jungen, das könnte was werden 🙂 Und ich mag ihn einfach, auch wenn er sich am Ende geprügelt hat und sich daneben benommen hat….

Bis um 8 Uhr habe ich getanzt, meine Klamotten waren klitschenass…

Am DonnerstagabDSC_0873[1]end war ich im Lux Fragil, neben dem Kremlin, das es ja quasi nicht mehr gibt, der bekannteste Club in Lissabon und liegt direkt am Tejo. Ben Klock war der Hammer und meine Angst kein Ticket mehr zu bekommen, war grundlos. Der Club ist richtig cool! Oben ist ein großer Raum mit ganz vielen Sesseln, mehreren Bars und einem großen Balkon, von dem man das andere Ufer des Tejos mit seinen kleinen vielen Lichtern sehen kann. Hier läuft entspannter, aber durchaus tanzbarer Techhous. Unten ist ein großer Raum, in welchem auch Ben Klock aufgelegt hat und huiuiuiu ging das ab!!! Bis um 8 Uhr habe ich getanzt, meine Klamotten waren klitschenass und das einzige Manko war wohl, dass es echt ein wenig zu eng war. Es waren viele Internationals da. Mit einigen Deutschen habe ich mich unterhalten und ich habe zufällig Carl wieder getroffen, der auch schon bei Super Flu war. Sergio und die anderen Taxijungs habe ich leider nicht gesehen, es waren einfach viel zu viele Menschen. Aber es war toll und das Lux ist echt ein schöner Club 🙂

Ich geb mir die ganze Nacht richtig fetten Techno mit den härtesten Bässen, aber wenn die redet, ne, das ist echt zu viel. Da kann ich nicht mehr.

Mit nur 3 Stunden Schlaf musste ich gestern (Freitag) den ersten Workshop-Tag bezwingen. Das komplette Wochenende richtet Batoto Yetu einen Percussion und African Dance Workshop aus und wir machen natürlich beim Tanzen mit. Von 18-20 Uhr haben wir getanzt und schon wieder war ich komplett nass. Diese Art von Tanzen ist echt verrückt. Du bewegst einfach den kompletten Körper, springst viel und das ganze schnell. Also wenn hier nicht ein bisschen Speck verliere, weiß ich auch nicht 😀 Wir sind wieder mit den Kindern, mit einem extra Bus von Batoto Yetu zum Gebäude gefahren, in welchem der Workshop stattfindet. Mit dabei auch Sofia. Und ich bin ja echt kein oberflächlicher Mensch, aber Sofia ist einfach so laut, wie sie breit ist. Und Sofia ist sehr breit! 😀 Sie saß direkt hinter mir und hat so laut geredet, dass ich echt dachte mir fliegen die Ohren weg. Tida und ich haben uns angesehen und mussten so lachen, weil ich so leidend geguckt habe, schließlich hatte ich nur 3 Stunden geschlafen. „Ich geb mir die ganze Nacht richtig fetten Techno mit den härtesten Bässen, aber wenn die redet, ne, das ist echt zu viel. Da kann ich nicht mehr.“ , waren meine Worte zu Tida und wir mussten noch mehr lachen. 🙂

Heute war genau das gleiche Programm angDSC_0892[1]esagt, aber schon ab 5, also von 17-20 Uhr richtig abschaken 🙂 Ich liebe es danach nachhause zu kommen,zu duschen und kuschelige Klamotten anzuziehen. Genauso sitze ich jetzt in meinem Leopardenmantel, eingemummelt in meinem Bett. Morgen wird nochmal getanzt und mir ist echt mehr nach Chillen, als Weggehen. Von gestern auf heute habe ich auch einfach mal 11 Stunden geschlafen und heute habe ich das Tanzen so ausgeschlafen auch richtig genossen und so langsam komme ich in den Move 😉

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